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Erfolg durch Geschäftsmodelloptimierung

Business Model Generation in der Praxis: Der Business Model Canvas.

Die Business Model Generation ist eine komplette und integrative Methode. Sie bietet drei starke Werkzeuge, die das Arbeiten an strategischen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen zur Geschäftsmodellentwicklung wesentlich vereinfachen – und wie ich finde – auch verbessern.
Ich bin vor einigen Jahren auf Wunsch eines Kunden mit der Methode in Berührung gekommen. Er wollte sie ausprobieren, benötigte aber Unterstützung bei der Entwicklung der entsprechenden Formate für eine Serie von Workshops zum Thema, die mit unterschiedlichen Zielgruppen durchgeführt werden sollten. Dafür mussten die Module konzipiert und gestaltet werden. Die Ergebnisse waren so beeindruckend, dass sowohl das Unternehmen als auch ich dabei geblieben sind.

Die Werkzeuge im Überblick

  • Die Customer Empathy Map dient der Entwicklung einer kundenzentrischen Sicht, das heißt auf die Erlebniswelten und Bedürfnisse von Kunden oder Kundensegmenten.
  • Der Business Model Canvas bietet Ihnen den Blick auf das Geschäftsmodell mit seinen wesentlichen Merkmalen wie Kunden und Partner, Vertriebskanäle, Schlüsselressourcen und Schlüsselaktivitäten, die Kostenstruktur und die Umsatzstruktur.
  • Der Value Proposition Designer stützt Sie bei der Entwicklung der Produkte und Dienstleistungen, die Ihre Kunden benötigen und bei der Formulierung des Mehrwertes. (Im klassischen Paradigma verkaufen viele Unternehmen ihren Kunden immer noch die Produkte, von denen sie denken, dass die Kunde sie benötigen oder von denen sie hoffen, dass die Kunden sie benötigen, anstatt sich und die Kunden zu fragen, was sie wirklich wollen und brauchen).

Stärken
Die Methode und die Werkzeuge bestechen durch Vorzüge, die ich bei anderen Herangehensweise bisher manchmal ein wenig vermisst habe. Dies gilt meines Erachtens nicht nur für den Business Model Canvas, sondern für alle Komponenten der Business Model Generation.

  • Die Oberfläche ist klar strukturiert, die Komplexitäten der jeweiligen Fragestellungen werden auf die wichtigsten Faktoren reduziert.
  • Trotz (oder gerade wegen) der einfachen und auf das Wesentliche beschränkten Oberfläche besteht eine enorme Tiefe und Skalierbarkeit. Es handelt sich um eine Reduktion und keine Simplifizierung.
  • Die Qualität der Visualisierung ist in jeder Hinsicht zeitgemäß. Einerseits gibt der Canvas eine übersichtliche Struktur und Fokus. Andererseits ist er intuitiv und erleichtert die Arbeit in Teams dadurch, dass durch den gemeinsamen Austausch zu Struktur und Inhalten des Canvas eine gemeinsame (Bilder-) Sprache entsteht.
  • Eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten und Fragestellungen, die man bearbeiten kann.
  • Die Methode und die einzelnen Werkzeuge lassen sich hervorragend mit anderen Modellen, Methoden und Herangehensweisen kombinieren und sind anschlussfähig. Das spricht sehr für den Reifegrad des Ansatzes. Man kann also Synergien einplanen, ohne die Methode zu verwässern.
  • Eine hohe Prozessorientierung.

Anwendungsmöglichkeiten
Die unten geschilderten Einsatzmöglichkeiten sind nur ein Auszug der Anwendungsvielfalt. Es handelt sich um die Varianten, die wir bisher erfolgreich durchgeführt haben.

  • Den Istzustand analysieren und mit dem SOLL abgleichen: Entspricht unser aktuelles Geschäftsmodell den Anforderungen unserer Kunden und Märkten? Dabei kann man durchaus in einem Schichtenmodell arbeiten. Von der Strategie bis in die operative Ebene.
  • Eine neue Strategie entwerfen, ein Geschäftsmodell für ein neues Produkt oder eine Linie gestalten und durchspielen.
  • Organisationsanalysen durchführen: Entspricht unsere Organisation den Anforderungen unseres Geschäftsmodells?
  • Abgleich und Integration von Geschäftsmodellen der unterschiedlichen Unternehmen innerhalb einer Unternehmensgruppe. Unter Integration verstehe ich hier die gemeinsame Ermittlung von kritischen Schnittstellen zwischen den einzelnen Unternehmen und am Kundensegment, um die gemeinsame Performance am Markt zu steigern.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Methode einen großen Freudenfaktor hat, der nicht zu unterschätzen ist.
Ich erlebe, dass es vor allem für Führungskräfte unglaublich wichtig ist, loszulassen, den Schritt zurücktreten zu können, ein wenig Leichtigkeit zu gewinnen.
Die Entwicklung von Geschäftsmodellen ist bei allen fachlichen und betriebswirtschaftlichen Erwägungen auch ein kreativer Prozess. Es geht um intelligente, markt- und kundengerechte Lösungen. Kreativität geht nur mit einem gewissen Maß an offenen Räumen (die, in denen man arbeitet und die Räume im Kopf). Deswegen ist es sehr wichtig, dass Methoden und Werkzeuge, die schöpferische Prozesse stützen, auch Spaß machen und den berühmten Flow in Gang bringen.
Wichtige Hinweise
Weil es so viele Möglichkeiten gibt, die Business Model Generation als Ganzes oder die einzelnen Tools isoliert zu nutzen, ist es sehr wichtig, eine klare Zielsetzung für die Arbeit mit der Methode zu definieren. Dies sollte idealerweise in Zusammenarbeit mit der jeweils verantwortliche Management-Ebene tun.
In der Vorbereitung sollte man sich bereits viele Gedanken über die Verwertung von Ergebnissen machen. Das bedeutet, dass neben klaren Zielen auch eine klare Erwartungshaltung entwickelt werden sollte, was man am Ende mitnehmen möchte und, auf welcher Ebene die Ergebnisse generiert und verwertet werden sollen.
Die Premiere sollte man ohne entsprechende Vorkenntnisse und Erfahrungen nicht in Eigenregie durchführen, denn die Ergebnisse der ersten Veranstaltungen sollten hochwertig und konkret sein, um eine hohe Motivation für Umsetzungen und Weiterentwicklungen zu schaffen. Zudem ändern sich die Fragestellungen innerhalb der einzelnen Werkzeuge in Abhängigkeit von der Zielsetzung.
Richten Sie Ihr Augenmerk auch auf das Format der Veranstaltung. Es sollte zu Ihrem Unternehmen und der Zielsetzung passen. Für manche Fragen muss man einen anderen Rahmen schaffen, damit belastbare Ergebnisse erzielt werden können.
Auf dem Bild zum Beitrag sehen Sie ein Abbild des Business Model Canvas. Ich erwähnte bereits, dass es ein machtvolles Werkzeug ist. Daher wird es Sie nicht verwundern zu erfahren, dass nicht nur die Inhalte der einzelnen Elemente relevant sind, sondern auch der Aufbau und die Strukturierung der einzelnen Felder. (Interessanterweise lautet die Übersetzung von Canvas Leinwand und eben nicht Plakat. Spielen Sie einmal mit dem Begriff Leinwand und den Assoziationen, die dazu entstehen, zum Beispiel mit der Mind Mapping Methode.)
Leider sprengt die Erläuterung den Rahmen eines Blogartikels. Nicht einmal das durchweg lesenswerte Buch reicht aus, um den Canvas komplett zu würdigen.
Daher gebe ich Ihnen an dieser Stelle nur einige Hinweise.

  • Die rechte und linke Seite stehen genau so in Beziehung zueinander wie die obere und untere Hälfte. Die eine zeigt eher die interne Sicht, die andere eher die externe Seite eines Geschäftsmodells. Die Reihenfolge der Bearbeitung spielt durchaus eine Rolle.
  • Das mittlere Segment (Value Proposition) verbindet beide Seiten und ist erfahrungsgemäß das am schwersten zu bearbeitende Segment. Deswegen gibt es dafür auch einen eigenen Design-Prozess.
  • Die untere Hälfte bildet die betriebswirtschaftliche Quintessenz des Modells, hilft aber auch, die richtigen Kennzahlen zu identifizieren.
  • Dies ist nur der Aufbau im sehr Groben. Es gibt tatsächlich noch viel mehr Möglichkeiten, den Canvas und dessen Aufbau zu bearbeiten und zu lesen, ganz zu schweigen von der inhaltlichen Seite der Fragestellungen.
    Sie sind neugierig geworden? Sie haben Fragen? Sie möchten gerne mehr erfahren?
    Kontaktieren Sie uns gerne!

    Weiterführende Informationen
    Den Artikel über die Customer Empathy Map finden Sie hier.

    Bezugsquellen:
    Den Canvas und jede Menge praktischer Zutaten gibt es bei Stattys.

    Bildnachweis: Business Modell Canvas/Businessmodelgeneration.com

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